Projekt FGX fordert: Teilsanierung der Fichtelgebirgsbahn bietet Chancen, die zu nutzen sind

Das Projekt Fichtelgebirgsexpress beglückwünscht Herrn Landrat Dietel und Herrn Bürgermeister Fünfstück zu der erreichten Teilsanierung der Fichtelgebirgsbahn.

(2004) Beide haben über Jahrzehnte unglaubliches Durchhaltevermögen und Vertrauen in die gute Sache – eine attraktive Fichtelgebirgsbahn - gezeigt.

Sicher ist die Tatsache, dass die Bahn mit Weidenberg als Endstation nur bis zum Rande eines Naturparks fährt, und dass dies die einzige Bahnstrecke in Bayern sein wird, an der am Wochenende kein Zug fährt, ein herber Rückschlag für die Chancen, die diese Bahn dem Tourismus bietet. Aber dennoch ist es ein großer Erfolg für den Öffentlichen Personennahverkehr in Stadt- und Landkreis Bayreuth, dass eine neue, moderne Bahn auch bei uns Einzug hält.

Das Projekt Fichtelgebirgsexpress zeigt einige wichtige Punkte auf, die auch eine teilsanierten Fichtelgebirgsbahn zum Erfolg werden lassen:

Unabdingbar ist ein Verkehrsverbund „im Kleinen“. Dies bedeutet, dass der Fahrgast mit einer Fahrkarte von Fichtelberg bis z.B. in die Saas in Bayreuth fahren können muß. Dies muß natürlich auch umgekehrt der Fall sein.

Durch den „Bruch“ der Verkehrsbeziehung Fichtelgebirge – Bayreuth in Weidenberg, muß der Systemwechsel am Hauptbahnhof optimal gelöst werden. Erfahrungen im Landkreis Tuttlingen haben gezeigt, dass sich hier der Erfolg bzw. die Akzeptanz eines kombinierten Bus-Bahnkozepts entscheidet. So ist es unbedingt anzustreben, dass die Züge des Fichtelgebirgsexpress in Bayreuth am Gleis 1 ankommen. Eine Gleisdoppelbelegung mit dem Pendolino ist technisch möglich. Die Fahrgäste hätten somit einen niveaugleichen Übergang zu dem wichtigsten Bahnanschluß in Bayreuth. Viel wichtiger ist aber noch, dass an Stelle der „ICE-Parkplätze“ auf dem Gelände der ehemaligen Güterabfertigung, eine Bushaltestelle entsteht. Somit könnte der Umstieg vom Zug auf den Stadtbus in optimaler Weise stattfinden. Sollte auf die Parkplätze nicht verzichtet werden können , könnten diese ja weiter nach Norden verschoben werden. Diese Maßnahme würde darüber hinaus der Stadt Bayreuth die Chance bieten, aus dem Busparkplatz vor dem Hauptbahnhof einen der Stadt würdigen Bahnhofsplatz zu machen.

Der kürzlich vom VCD Bayreuth erneut ins Gespräch gebrachte Haltepunkt Dürschnitz (Entscheidung fällt hier im November) würde ein weiteres für die Attraktivität der Fichtelgebirgsbahn beisteuern. So würde eine Durchbindung der Züge von Weidenberg bis Kirchenlaibach folgende Vorteile mit sich bringen:

Die Schüler aus Fichtelberg und Warmensteinach hätten die Möglichkeit direkt bis zu den Schulen GMG, MWG und Schulzentrum Ost zu fahren. Der Umstieg in Weidenberg würde somit der einzige „Systembruch“ bleiben.

Von der Fichtelgebirgsbahn würde eine direkte Verbindung zur Richard-Wagner-Straße bestehen. Auch die Universität wäre mit dem Fahrrad leicht zu erreichen.

Der VCD Bayreuth sieht die Teilsanierung der Fichtelgebirgsbahn bis Weidenberg jedoch auch als Chance für den hinteren, touristisch sehr interessanten Abschnitt. Hier gilt es, eine Entwidmung der Bahntrasse zu verhindern; vielmehr sollte der Zweckverband Fichtelgebirgsbahn auch hier zum Eigentümer werden. Somit könnte nach Jahren auch der letzte Schritt zu einer erfolgreichen Fichtelgebirgsbahn bis Warmensteinach unternommen werden



Letzte Änderung am Montag, 05. November 2007